WOLFGANG SCHUMACHER Aktuelle Ausstellung Ausstellung mit Winfried Gille 15.04. - 29.04.2018 Vernissage: Sonntag, 15. April 2018, 11.30 Uhr Galerie Künstlerbunker Leverkusen-Opladen Informationen zur AG Leverkusener Künstler unter   www.agleverkusenerkuenstler.de Rezension Rheinische Post vom 13.04.2018: Weltretter treffen auf Querformate Winfried Gille (l.) und Wolfgang Schumacher erzählen ab Sonntag in der Galerie Künstlerbunker in Skulpturen und Bildern Beobachtungen aus dem Leben - von Hochlandrindern bis Weltretter. FOTO: Uwe Miserius   Leverkusen. Winfried Gille und Wolfgang Schumacher stellen ab Sonntag in einer Doppelschau im Künstlerbunker aus. Von Monika Klein Für dieses Jahr hat die AG Leverkusener Künstler mehrere Begegnungsausstellungen im Künstlerbunker geplant. Aktuell begegnen sich dort die Arbeiten zweier AG-Mitglieder, die das Zusammenspiel bereits vor einigen Jahren im Burscheider Badehaus probierten und für stimmig befanden. Deswegen haben sie den doppeldeutigen Titel "2malig" über ihre Präsentation gesetzt, die am Sonntag eröffnet und bis zum 29. April dauern wird. Tatsächlich sind sowohl Winfried Gille als auch Wolfgang Schumacher ziemlich einmalig in ihrer Vorgehensweise. Der eine arbeitet plastisch mit verschiedenen Materialien, vorzugsweise Metall. Der andere ist auf "Flachware" spezialisiert, auf Malerei in Öl und auf Zeichnungen, die im letzten Galerieraum für Ruhe sorgen. In der Eingangshalle haben sich beide auf eine Selbstbeschränkung geeinigt, um den einzelnen Bildern und Skulpturen Raum zu geben. So kann das Auge gleichzeitig die Begegnung von weiblichen Büsten und Korsagen aus Metallbändern erfassen und die extremen Querformate an den Wänden, die nach Betrachtung aus der Nähe verlangen. Das in der Malerei ungewöhnliche Format seiner Ausschnitte von Lebenswelten hat sich für Schumacher aus der allgegenwärtigen Panoramafotografie mit dem Handy ergeben. Er selbst nutzt das digitale Foto als Ausgangspunkt seiner Malerei, das er durch die Wahl des passenden Ausschnitts bewusst reduziert. Dann verändert er mit unterschiedlichen Filtern der Fotobearbeitung, deren Funktion er in die klassische Malerei überträgt. In Klammern verrät er hinter dem Titel die Bezeichnung der angewandten Funktion. "Mit Feder nachzeichnen" heißt es da etwa in einer belebten Szene aus der Kölner Innenstadt, die klassische Tafelmalerei mit der Zeichnung verbindet. Die Bleistiftlinien, die starke Akzente setzten, sind eine Nachbearbeitung des Ölbildes. Bei Architekturbildern vom Campo in Siena oder der Skyline von Liverpool hat er andere Filter gewählt und so die klaren Konturen verstärkt. Stadt- und Naturlandschaft sind seine Hauptthemen. Beide haben Berührungspunkte mit den Arbeiten Winfried Gilles, der sich von Menschen seiner Umgebung und allem, was ihm durch den Kopf geht, inspirieren lässt. Oder vom Radio in der Atelierwerkstatt, das ihm den Song "Mal kurz die Welt retten" so oft ins Ohr setzte, bis er kleine Weltretter aus Metall schmiedete. Jede Figur trägt als Kopf eine Weltkugel und versucht es auf ihre Weise: im Sturmschritt, beobachtend, abwartend. Der Umzug in den Westerwald, wo er jetzt Teil einer überschaubaren Dorfgemeinschaft ist, hat Gilles Denken und Handeln bestimmt. Er isst nur noch Fleisch von Hochlandrindern seines Metzger-Nachbarn. Ihnen hat er den fensterlosen Innenraum gewidmet, in dem Metallminiaturen abstrahierter Stierköpfe zu sehen sind. Rezension Leverkusener Anzeiger vom 14.04.2018: Detailreiche Botschaften Von Frank Weiffen, 14.04.18, 02:04 Uhr Wolfgang Schumacher (links) und Wilfried Gille präsentieren ihre "2maligen" Arbeiten. Foto: Ralf Krieger Eigentlich ist ihre Art, an Kunst heranzugehen, vollkommen unterschiedlich. Der eine, Wilfried Gille, arbeitet mit schwerem Material und schweißt und zündelt gerne. Der andere, Wolfgang Schumacher, malt Landschaften und Stadtansichten. Aber in einer Sache ähneln sich die Skulpturen und Bilder dieser beiden Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (AG) Leverkusener Künstler, die jetzt bei der Doppelausstellung "2malig" in der Galerie des Künstlerbunkers zu sehen sind: Sie lohnen einen Blick. Denn sie lassen den Betrachter eine Vielzahl an Details entdecken (Schumacher). Und Botschaften zwischen Wut, Sarkasmus und Humor (Gille). Paradebeispiel dafür ist der "Fleischraum", in den Gille selber gestaltete Metzgerwerkzeuge hängte und in dem auf einem Hackblock ein Rinderschädel liegt. Es ist der Schädel eines Rindes von Westerwälder Wiesen, das der Künstler höchstselbst verspeiste. Und natürlich wolle er damit provozieren, sagt Gille. Gerade in einer Zeit, in der einerseits der Vegetarismus und der Veganismus auf dem Vormarsch sind, in der andererseits aber so viel (Billig-)Fleisch wie nie zuvor gekauft und verzehrt wird. Gille selbst ist zwar bekennender "Fleischesser". Aber er ist auch jemand, der dem Tier zuvor in die Augen schaut und es nicht als "Fleischmaschine", nicht als Produkt ansieht. Er ist jemand, der das wie auch immer geartete Gleichgewicht der Natur mit dem Gebot des Respekts für jedes Lebewesen achtet. Und mit einem Raum wie diesem setzt er durchaus ein Zeichen. Ebenso wie er das politisch tut mit dem Totenkopf, in dessen Schädel ein Infusionsschlauch verschwindet: "Brain First" ("Das Gehirn zuerst") heißt diese Skulptur. Eine Anspielung an Donald Trumps nationalistische und umstrittene Parole "America First": Es braucht heutzutage, in einer anscheinend völlig aus dem Ruder laufenden Welt, mehr Menschen, die erst einmal ihren Verstand einschalten. Schumacher wiederum hat sich nach Köln, Liverpool, Siena, Dartmoor begeben, Fotografien gemacht - und diese am Ende durch verschiedene Filter gejagt sowie mit feinen Bleistiftlinien versehen. Entstanden sind dadurch Ansichten von Stadt und Land, in denen das veränderte Licht und die geänderte Farbe Stimmungen heraufbeschwören und optische Reize setzen. Akzente verschieben sich. Der Blick des Betrachters wird geschickt gelenkt und auf die Suche nach Details geschickt. "2malig" wird am Sonntag, 15. April, um 11.30 Uhr in der Galerie des Künstlerbunkers an der Karlstraße eröffnet und kann besucht werden bis zum 29. April (mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr, sonntags von 15 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter ? 02174/ 6 46 45). – Quelle: https://www.ksta.de/30015722 ©2018 Ausblick Einzelausstellung in der Galerie ART ROOM, Düsseldorf Voraussichtliche Ausstellungsdauer: 02.02. - 28.02.2019 Informationen zur Galerie ART ROOM unter   www.galerieartroom.de Zu dieser Ausstellung erfolgen noch detaillierte Informationen. Besuchen Sie auch meine Website: Wolfgang Schumacher      Fotografie